Zusammenhang zwischen Wassergehalt und Heizwert

Der Heizwert je Gewichtseinheit hängt nicht von der unterschiedlichen Dichte der Holzarten ab. Entscheidend ist der Anteil des Wassers an der Gesamtmasse, der Wassergehalt. Nadelholz weist aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung einen geringfügig höheren Heizwert je kg auf als Laubholz.

Überschlägig liegt der Heizwert von absolut trockenem Holz (Wassergehalt 0 %) bei 5 kWh/kg.
Lufttrockenes Holz (Wassergehalt 15 – 20 %) besitzt einen durchschnittlichen Heizwert von 4 kWh/kg,
frisch geschlagenes Holz (Wassergehalt 50 % und mehr) von 2 kWh/kg.

Im Gegensatz zum Heizwert je Gewichtseinheit verringert sich der Heizwert je Volumeneinheit bei steigendem Wassergehalt nur wenig. Dagegen treten die Unterschiede bei Baumarten mit verschiedenen Dichten wie Fichte und Buche deutlich hervor.

Beispiel: Der Heizwert von einem Festmeter, Raummeter oder Schüttraummeter Holz mit Wassergehalt 50 % (waldfrisch) liegt nur 15 % niedriger als der von lufttrockenem Holz (Wassergehalt 15 %). Bezogen auf das Gewicht beträgt der Unterschied mit 2 statt 4 kWh je kg dagegen 50 %! Der Heizwert der Buche je Volumeneinheit liegt aufgrund ihrer hohen Dichte gegenüber der Fichte ein Drittel höher, je Gewichtseinheit aber 5 % tiefer!

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF)